Journalist Antonio Cascais in Angola verhaftet

Gewaltsame Häuserräumungen und Menschenrechtsverletzungen in Angola

Der in Deutschland studierte und international tätige Journalist Antonio Cascais, wurde am 28.Nov.07 während seiner Ermittlungen in Angola von den dortigen Behörden gewaltsam verhaftet.

Cascais arbeitet derzeit im Auftrag der Konrad-Adenauer Stiftung an der Ausbildung von Angolanischen Radiojournalisten beim unabhängigen Radiosender "Radio Despertar".

Karte von Angola

Am Mittwoch, 28.Nov waren Antonio Cascais und sein Kollege Alexandre Neto Solombe (Direktor von Radio Despertar) Hinweisen aus der Bevölkerung gefolgt, wonach im "Irak", einem Viertel der Hauptstadt Luanda, gewaltsame Hausräumungen mit Hilfestellung der Angolanischen Militärpolizei stattfanden.

Im "Irak" sollen die Häuser der einfachen Menschen einem Luxusviertel
für Besserverdiener weichen. Bei den gewaltsamen Räumungsaktionen werden hierbei massiv Menschenrechte verletzt - ja angeblich Menschen getötet - die dem massiven Druck der umherfahrenden schwerbewaffneten
Militärs dauerhaft Widerstand leisten und nicht ihr Haus verlassen.

Als Cascais und Solombe am Ort des Geschehens eintrafen und Cascais Videoaufnahmen des Geschehens drehen wollte, wurden Sie erst von privaten Sicherheitskräften des Räumungs-/Bauunternehmens gewaltsam angegriffen und schließlich von der Militärpolizei verhaftet.
Solombe wurde hierbei brutal ins Gesicht geschlagen - Cascais während
seines Widerstandes "nur" das Hemd zerrissen. Die journalistische
Ausrüstung wurde konfisziert.

In einem Gebäude des Baukonsortiums wurden die Journalisten anschließend über mehrere Stunden "verhört" und verbal attackiert.
Am frühen Nachmittag wurde der Fall der angolanischen Kriminalpolizei
übergeben, welche die Journalisten unter dem steigenden öffentlichen u. diplomatischen Druck gegen 16:30 wieder auf freien Fuß setzte.

Weitere Informationen unter : www.antoniocascais.net/news

2.12.07 23:59

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